So funktioniert die Sperrmüllabfuhr in Bremen
- Jeder private Haushalt kann einmal im Jahr eine Abholung kostenlos bestellen; sie ist über die Abfallgebühr finanziert. Jede weitere Abholung im selben Kalenderjahr ist kostenpflichtig.
- Pro Abholung sind höchstens 5 m³ möglich, einzelne Teile sollten nicht länger als 2 m sein.
- Bestellt wird online über das Formular der Bremer Stadtreinigung oder telefonisch. Jeder Haushalt bestellt separat – auch wenn Nachbarn gemeinsam rausstellen.
- Abgeholt wird spätestens vier Wochen nach Eingang der Bestellung. Den Termin erhalten Sie per Post oder E-Mail.
- Rausstellen dürfen Sie frühestens am Vorabend ab 18 Uhr, spätestens am Abholtag um 6 Uhr, auf den Gehweg vor dem Haus. Gibt es keinen Gehweg, melden Sie sich vorher beim Kundenservice der Stadtreinigung.
- Große Elektrogeräte wie Kühlschrank, Waschmaschine, Herd oder Fernseher gehören in Bremen zum Sperrmüll.
Was nicht in den Sperrmüll gehört
Die Abfuhr nimmt nur Sperrmüll aus Privathaushalten mit. Was nicht dazugehört, müssen Sie auf anderem Weg entsorgen. Kein Sperrmüll sind laut Bremer Stadtreinigung:
- Bauabfälle wie Kunststofffenster, Sanitärkeramik, Rohre und Kunststoffleisten
- Holz aus dem Außenbereich, etwa mit Schutzmitteln behandelte Gartenmöbel
- Restmüll und Kunststoffteile, die in den Bremer Müllsack passen
- Wertstoffe wie Papier, Pappe, Gartenabfälle, Textilien, Glas und Verkaufsverpackungen
- Schadstoffe und asbesthaltige Abfälle
- Autoteile, Autowracks, Krafträder und Reifen
Selbst zur Recycling-Station bringen
Die Bremer Stadtreinigung nennt die Recycling-Stationen als Weg für einzelne Gegenstände oder wenn die kostenlose Abholung im Jahr schon genutzt ist. Die Stationen in Blumenthal, Borgfeld, Burglesum, Hastedt, Hohentor, Kirchhuchting, Oberneuland und Osterholz nehmen Mengen bis 2 m³ an, die Station Blockland auch größere Mengen.
Wichtig für die Planung: Möbel, Holz, große Elektrogeräte und Metalle müssen getrennt angeliefert werden. Sie brauchen also ein passendes Fahrzeug, Helfer zum Tragen und Zeit zum Sortieren. Ob für Ihre Menge Gebühren anfallen, erfragen Sie am besten vorher bei der Stadtreinigung.
Vergleich: Sperrmüll, Recycling-Station oder Entrümpelungsfirma
| Sperrmüllabfuhr | Recycling-Station | Entrümpelungsfirma | |
|---|---|---|---|
| Kosten | Sperrmüllabfuhr: Einmal im Jahr pro Haushalt kostenlos, jede weitere Abholung kostenpflichtig | Recycling-Station: Bei der Stadtreinigung erfragen; dazu eigener Transport | Entrümpelungsfirma: Kostenpflichtig, schriftlicher Festpreis nach kostenloser Besichtigung |
| Menge | Sperrmüllabfuhr: Bis 5 m³ pro Abholung | Recycling-Station: Bis 2 m³, in Blockland auch mehr | Entrümpelungsfirma: Vom einzelnen Raum bis zum ganzen Haus |
| Termin | Sperrmüllabfuhr: Spätestens 4 Wochen nach der Bestellung, Termin wird vorgegeben | Recycling-Station: Zu den Öffnungszeiten, wann Sie Zeit und Fahrzeug haben | Entrümpelungsfirma: Nach Absprache, in dringenden Fällen auch kurzfristig |
| Tragen und Abbau | Sperrmüllabfuhr: Sie bauen ab und stellen alles selbst an den Gehweg | Recycling-Station: Sie bauen ab, laden, fahren und sortieren selbst | Entrümpelungsfirma: Abbau, Tragen aus allen Etagen und Verladen übernimmt die Firma |
| Was mitgenommen wird | Sperrmüllabfuhr: Nur Sperrmüll, kein Bauabfall, keine Schadstoffe, keine Reifen | Recycling-Station: Getrennt nach Möbeln, Holz, Elektrogeräten und Metall | Entrümpelungsfirma: Gemischtes Räumgut, sortiert über die dafür vorgesehenen Wege; Sonderfälle vorher ansprechen |
| Zustand danach | Sperrmüllabfuhr: Die Räume sind leer, sofern Sie alles rausgetragen haben | Recycling-Station: Wie bei der Abfuhr: Ihre eigene Arbeit | Entrümpelungsfirma: Räume besenrein, auf Wunsch mit Endreinigung |
| Passt gut für | Sperrmüllabfuhr: Einzelne Möbel ohne Zeitdruck | Recycling-Station: Kleine Mengen mit eigenem Auto oder Anhänger | Entrümpelungsfirma: Wohnung, Keller, Dachboden, Nachlass, feste Übergabetermine |
Wann sich eine Entrümpelungsfirma lohnt
Die kostenlose Abfuhr ist ein gutes Angebot – aber sie übernimmt nur den letzten Schritt. Abbauen, tragen und sortieren bleibt bei Ihnen. Eine Entrümpelung ist meist die bessere Wahl, wenn mindestens einer dieser Punkte zutrifft:
- Es ist mehr als eine Abholung: ganze Wohnung, Haus, Keller und Dachboden zusammen.
- Es gibt einen festen Termin, etwa die Wohnungsübergabe an den Vermieter, und keine vier Wochen Puffer.
- Die Sachen stehen im Keller, unter dem Dach oder im vierten Stock ohne Aufzug, und niemand kann tragen.
- Schränke, Küchen oder Einbauten müssen erst abgebaut werden.
- Es ist vieles dabei, was nicht in den Sperrmüll darf, oder alles ist bunt gemischt.
- Sie wohnen nicht in Bremen und können nicht am Abend vorher rausstellen.
- Nach dem Räumen soll die Wohnung übergabefertig sein – dann lassen sich Räumung und Endreinigung direkt hintereinander legen.
- Es geht um einen Nachlass: Dann hilft unser Ratgeber Haushaltsauflösung nach einem Todesfall.
Beides kombinieren: Was Sie selbst schaffen, kann zur Abfuhr
Sperrmüll und Entrümpelung schließen sich nicht aus. Können Sie einige Möbel selbst an die Straße stellen, nutzen Sie dafür ruhig Ihre kostenlose Abholung – dann bleibt für die Räumung weniger Menge übrig. Sagen Sie uns bei der Besichtigung, was schon zur Abfuhr angemeldet ist, damit nichts doppelt geplant wird. Wie sich der Aufwand zusammensetzt, steht auf der Seite Kosten & Festpreis.
So melden Sie Sperrmüll in Bremen richtig an
Menge prüfen
Passt alles in eine Abholung bis 5 m³, und ist kein Teil länger als 2 m? Wenn nicht: zerlegen, aufteilen oder einen anderen Weg wählen.
Aussortieren, was kein Sperrmüll ist
Bauabfall, Schadstoffe, Reifen, Gartenholz und Wertstoffe gehören nicht dazu und müssen anders entsorgt werden.
Online oder telefonisch bestellen
Über das Bestellformular der Bremer Stadtreinigung oder per Telefon. Dafür brauchen Sie Name und Adresse des Objekts.
Termin abwarten
Die Bestätigung mit Abholtermin kommt per Post oder E-Mail – spätestens vier Wochen nach der Bestellung wird abgeholt.
Richtig rausstellen
Frühestens am Vorabend ab 18 Uhr, spätestens um 6 Uhr am Abholtag auf den Gehweg vor dem Haus.
